Neulich hatte ich das fragwürdige Vergnügen mit anderen Zeitgenossen in deren Auto mitfahren zu können, innerstädtisch.
Na ja, ich wusste gar nicht mehr wie öde das ist. Stau an jeder zweiten Ecke, genervte andere Autofahrer und keine Parkplätze weit und breit.
Das ist Komfort? Das ist Lebensqualität? Dafür soll ich Unsummen ausgeben?
Die U-Bahn fährt schnell und sicher, mit der Straßenbahn brauche ich keinen Parkplatz zu suchen und das Pickerl (TÜV-Überprüfung) für den Autobus ist mir völlig egal. Ich setze mich rein und fahre staufrei ans Ziel, horche meistens Musik und manchmal, wenn ich schon etwas müde bin, döse ich ungestört vor mich hin.
Ich bin sogar so verwöhnt, dass ich mich aufrege, wenn ich einmal 5 Minuten auf die U-Bahn warten muss.
Leider wird in Österreich immer noch lieber und weitaus häufiger in Autobahnen und Schnellstraßen investiert (und dabei werden riesige Schuldenberge angehäuft), anstatt das öffentliche Verkehrsnetz endlich auf einen zeitgemäßen, d.h. die Fläche erschließenden
Stand zu bringen. So ist z.B. in Niederösterreich der Autobahnbau Chef-Sache, d.h. im Zuständigkeitsbereich des Landeshauptmanns, während der öffentliche Verkehr eine von mehreren Agenden eines Landesrates ist. So gibt es in NÖ auch bis heute keine koordinierte Verkehrspolitik.
Ach ja, bevor ich es vergesse – am Land war ich auch und die Fahrt hin, mit dem Zug, hat nur halb so lang gedauert wie die Fahrt zurück mit dem Auto – von den Kosten rede ich gleich gar nicht.
In Deutschland ist es nicht anders. Vor allem bei uns im hohen Norden – ÖPNV geradzu katastrophal.
Zum Glück gibt es auch positive Beispiele, wie ich eines im Urlaub im Kleinwalsertal erlebt habe. Die Busanbindungen waren einfach super!
Nachtrag: Ein e sei ergänzt.
Hallo Noah,
ja, zum Glück gibt es auch gute Beispiele und so bleibt die Hoffnung, dass sich vielleicht einmal was ändert am Leben.
Und das „e“ habe ich nun auch kapiert – du verzeihst hoffentlich, wenn ich den Titel unverändert lasse
Alles Gute