Almende – der Begriff

Almende [mittelhochdeutsch almende, al(ge)meinde >was allen gemeinsam gehört Gemeindetrift<], der Teil der Flur einer Gemeinde, der sich im Gemeineigentum der Dorfgenossen (Markgenossenschaft) befand, gewöhnlich Weide, Wald und Ödland, das von den Markgenossen zur Viehweide, Schweinemast, Holznutzung, Jagd und Fischerei genutzt wurde. Die Allmendeverfassung und die rechtliche Regelung der Allmendenutzung gehen z. T. bis ins 10. Jh. zurück. Nutzungsberechtigt waren nur ansässige Bauern (Hufenbesitzer). Als Allmenderegal bezeichnet man für das frühe und hohe Mittelalter das Recht des Königs, Wälder, die nicht in Sondereigentum standen oder in genossenschaftlichem Besitz waren, als königliche Bannforste in Anspruch zu nehmen. Seit dem 18. Jh. begann die Auflösung der Allmenden; doch haben sich Reste v. a. im alemannischen Gebiet bis heute erhalten. Die Allmenden bildeten früher eine wertvolle Einnahmequelle der Gemeinden und waren ein Mittel zur Unterstützung ärmerer Dorfbewohner.

Quelle: Der Brockhaus Geschichte. Leipzig, Mannheim: Brockhaus 2004.

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