Zukunftsweisende Energiepolitik?

Zu der heute beschlossenen Novelle des Ökostromgesetzes, die eine deutliche Begrenzung des Ausbaus alternativer Energiegewinnung bewirkt, stellt sich natürlich die Frage, wer diesen Ausbau verzögern, wenn nicht gar verhindern will?
Die vielen, von einfachen Bürgern eingebrachten Initiativen und Projekte, beweisen, daß die Menschen die Zeichen der Zeit erkannt haben. Die dezentrale, aus vielen verschiedenen Quellen stammende Energieaufbringung ist ein zukunftsweisendes Konzept, nachhaltig und wenig störungsanfällig und Österreich mit seinen vielen Kleinwasserkraftwerken, der steigenden Anzahl von Windrädern, der solaren Energiegewinnung auf immer mehr Hausdächern und der Nutzung von Biomasse aus der heimischen Land- und Forstwirtschaft hätte einiges zu bieten. Diese Quellen sind noch lange nicht erschöpft, doch wird nun eine verstärkte Nutzung und damit eine steigende Unabhängigkeit von Erdöl und Erdgas, erschwert.
17 Mio € werden jährlich an neuer Ökostromförderung bis 2011 vergeben (das ergibt insgesamt 85 Mio €). Bedenkt man/frau, daß im selben Zeitraum das atomstromfreie Österreich alleine für die Erhöhung der EURATOM-Beiträge 70 Mio € aufwendet, relativieren sich die zuvor genannten Beträge.
Warum eigentlich in jeder Stromrechnung die Ausgaben für die Ökostromförderung als „Zuschlag erneuerbare Energien“ extra ausgewiesen werden, die Ausgaben für die Atomenergie hingegen dezent verschwiegen werden, konnte uns bis jetzt auch niemand schlüssig erklären.
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