Heizkosten

Bei dem augenblicklichen Wetter paßt dieses Thema ganz gut. Noch ist es nicht so lange her, daß wir den Ölbrenner abgeschaltet haben und hätten wir keine zusätzlichen Holzöfen, wäre es am Abend doch recht kalt in den Wohnungen.
Die Ausgangslage ist folgendermaßen:

Freistehendes Zweifamilienhaus mit je ungefähr 90 qm Wohnfläche. Der letzte größere Umbau erfolgte in den 70er Jahren. Demzufolge ist das Haus nicht isoliert und die Holzfenster sind in einem entsprechend schlechten Zustand. Das Heizverteilsystem ist alt und großteils noch in dicken 1 1/2″ Rohren ausgeführt. Im Keller befindet sich eine, im November 2003 erneuerte Ölheizung mit einer Leistung von 16 kw. Das Warmwasser wird in zwei E-Boilern erwärmt. Im ganzen Haus befinden sich Radiatoren. 

Die Aufzeichnungen über den Ölverbrauch gehen leider nur bis ins Jahr 2001 zurück, doch errechnet sich aus ihnen ein durchschnittlicher Jahresverbrauch von etwa 3.000 lt Heizöl. Deren Beschaffungskosten sind von € 1.232,- auf über € 2.000,- gestiegen. Das ergibt eine durchschnittliche Steigerung von über 10 % im Jahr. Noch bis vor kurzem hat das IWO-Österreich mit dem Slogan geworben

„Der Ölpreis – langfristig stabil“ 

(Diese Aussagen, mußten sie mittlerweile zurückziehen).
Aber zurück zu den Berechnungen.
Durch den Heizkesseltausch ist die einfache Aufrechnung über die Jahre natürlich nicht richtig. Nehmen wir also den Verbrauch des letzten (strengen) Winters von etwa 2.600 lt, ergibt sich ein Energieverbrauch von 26.000 kwh/Jahr mit einer Heizlast von 14 kw und einer Heizenergiekennzahl von 144 (die für das alte Haus gar nicht einmal so schlecht ist). Berücksichtigt man/frau allerdings die Dämmung des Hauses, errechnet sich eine Heizlast von bis zu 20 kw mit einem Verbrauch von über 38.000 kwh/Jahr (was wieder einem Heizölverbrauch von etwa 3.800 lt entspräche und damit Mehrkosten von etwa € 840,-).
Da stellt sich die Frage, woher die Diskrepanz kommt?
Berücksichtigen wir nun weiters, daß im Frühjahr ein Fenstertausch erfolgte, und, wenn man/frau den Angaben der Fensterproduzenten glauben darf (na, ja!), damit bis zu 25 % der Heizkosten eingespart werden können, würde sich die Diskrepanz weiter erhöhen (um weitere € 400,-) – nur woher sie stammt, bleibt unbeantwortet.

Warum diese Überlegungen und Berechnungen?

Wie wir schon an anderer Stelle geschrieben haben, überlegen wir uns, das Haus mit einer Solaranlage auszustatten um die Ölabhängigkeit zu reduzieren. Weiters soll die Solaranlage mit einem Stückholzofen kombiniert werden, der einen Großteil seiner produzierten Wärme in den dann vorhandenen Pufferspeicher abgibt. Nur stellen sich da ein paar grundlegende Fragen –

  • wie groß soll die Solaranlage dimensioniert werden?
  • wie viel Energie (Öl/Strom) läßt sich einsparen?
  • was bringt der Stückholzofen an Einsparung?
  • wann amortisiert sich die gesamte Anlage?
Dazu sollte man/frau natürlich zuerst den Ist-Zustand kennen und die Aussagen der Solar-Installateure waren bestenfalls sehr vage und damit wenig vertrauenerweckend.
Ach ja, eine Theorie zum geringeren Ölverbrauch liegt vielleicht in der Dimensionierung des gegenwärtigen Heizverteilsystems, das durch die dicken Rohre wie eine Art Pufferspeicher funktioniert (und hinter vorgehaltener Hand geben alle kontaktiereten Installateure zu, daß ein entsprechend dimensionierter Pufferspeicher für jede Ölheizung hilfreich wäre ).
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