ScHönE neUe welT ?

Es tut sich was, im Bereich Landwirtschaft!
Nur stellt sich die Frage was sich tut, doch darüber gehen die Meinungen weit auseinander, sehr weit auseinander sogar. Wir stellen den Aussagen der Profiteure der Gentechnik (soweit Aussagen vorhanden sind) andere Erkenntnisse (nicht nur von Kritikern) gegenüber.
Nur, bevor wir uns zum Richter aufspielen, lest selbst und bildet euch eure eigene Meinung (und nur nebenbei erwähnt – die Aussagen wurden von uns nicht verändert):

Monsanto: (Zitate sind auf der -> Monsanto Homepage nachzulesen)

Vergleich: Konventioneller Anbau – Biotechnologie in den USA

Jahr
GMO Anbaufläche
Ertragssteigerung
Einsparung Pflanzenschutzmittel
2004
47,2 Mio. ha
3 Mio. t
29.300 t
2003
42,4 Mio. ha
2,42 Mio. t
210.500 t
2002
32 Mio. ha
1,72 Mio. t
207.300 t

Aus einem Schrot&Korn-Interview mit Percy Schmeiser: (->zum Interview)

Was können die EU und Deutschland aus den kanadischen Erfahrungen lernen?

Die wichtigste Lektion ist: Es gibt keine Koexistenz, keinen Sicherheitsabstand. Die Ausbreitung genmanipulierter Organismen (GMO) lässt sich nicht kontrollieren. Die Wahlfreiheit ist verloren, wenn GMO eingeführt werden. Ich höre hier dieselben Argumente, die uns 1996 erzählt wurden: hohe Ernten, weniger Chemikalien, Bekämpfung des Hungers. Nichts davon ist wahr. Nach zwei Jahren sanken die Erträge um 15 Prozent bei Soja und um 7 Prozent bei Raps. Die Qualität ist nur noch halb so gut. Hinzu kommt, dass die Getreide-Bauern jetzt dreimal so viel Pestizide brauchen, weil sich der pestizidresistente Raps ihrer Nachbarn als Super-Unkraut in Getreidefeldern ausbreitet.

Monsanto:

Positive Auswirkungen auf die Umwelt

  • Von 1996-2004 konnten die mit der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln einhergehenden Umweltschäden um 14% reduziert werden. (2)
  • Durch geringeren Kraftstoffaufwand beim Anbau von GV-Kulturpflanzen reduzierte sich der Kohlendioxidausstoß im Jahr 2004 um 1 Milliarde kg. Durch zusätzliche Kohlenstoffbindung aufgrund des teilweisen oder vollständigen Verzichts auf Pflügen konnte der Kohlendioxidausstoß im Jahr 2004 um weitere 9,4 Milliarden kg gesenkt werden. Dies entspricht etwa 4,7 Millionen weniger Autos. (2)
  • Die Oberflächen- und Grundwasserqualität wird verbessert, da weniger Pflanzenschutzmittel ins Abwasser gelangen. (3, 4, 5)

Der verringerte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln trägt zur Artenvielfalt bei

  • Nutzinsekten können sich vorteilhaft entwickeln, was wiederum dazu beiträgt, dass Schädlinge effektiver zu kontrollieren sind. (6)
  • Die Artenvielfalt auf den Feldern erhöht sich dadurch, dass Fauna und Flora den Pflanzenschutzmitteln seltener ausgesetzt sind. (7)
  • Eine intensivere Flächennutzung schafft Freiräume zur Erhaltung von Artenvielfalt.

EU-Dokumente: (nachzulesen gerafft unter Genfood? Nein danke! oder ausführlich direkt auf der Seite der EU-Kommission – Landwirtschaft)

  • Es gibt wesentliche wissenschaftliche Bedenken über die Sicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen und Lebensmittel
  • Neue und komplexe Risiken tauchen dabei auf Risiken für Mensch und Tier können nicht ausgeschlossen werden
  • Es gibt schwere Bedenken über mögliche Umweltauswirkungen durch Gentech-Anbau. Die Umweltrisiken durch gentechnisch veränderte Organismen (GVO) variieren mit der jeweiligen (Anbau-)region und deren Umwelt
  • Die Qualität der Daten, die seitens der Antragsteller-Firmen zur Marktzulassung zur Verfügung gestellt worden sind, ist oft unzureichend
  • Die Kommission äußerte erhebliche Vorbehalte gegenüber der Risikoabschätzung seitens der Europäischen Lebensmittelsicherheitsagentur EFSA, die ja im Rahmen des Zulassungsprozesses für eine unabhängige Risikoabschätzung von gentechnisch veränderten Pflanzen und Lebensmittel sorgen soll.

Monsanto:

– 

Studie des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums:

Gen-Mais verunreinigt benachbarte Felder über größere Distanzen hinweg als bisher behauptet. Außerdem kontaminiert er Honig stärker als gedacht. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das bayerische Landwirtschaftsministerium vorgestellt hat. Aufgrund der vielen ungeklärten Fragen rät Minister Josef Miller den Bauern vom Anbau genmanipulierter Pflanzen ab.

Die vom bayerischen Landwirtschaftsminister Josef Miller vorgestellte Studie war Teil des so genannten Erprobungsanbaus 2005, an dem sich auch vier bayerische Staatsgüter beteiligt hatten. Dabei ergab sich, dass die bisher von Gentechnikforschern für ausreichend gehaltenen 20 Meter Sicherheitsabstand beim Maisanbau bei weitem nicht genügen. Miller trat dafür ein, die auch von Bundesminister Horst Seehofer angekündigten 150 Meter Sicherheitsabstand als Diskussionsgrundlage zu nehmen.

Als weiteres Problem erwies sich in der Studie die Kontamination von Honig. 35 von 36 Honigproben aus der Umgebung des Versuchsfeldes waren kontaminiert.

Völlig außen vor blieb beim staatlich geförderten Erprobungsanbau bisher, dass der Gen-Mais auch beim Ernten und beim Transport gentechnikfreien Mais verunreinigen kann.Denn ein Mähdrescher mit seinen vielen Winkeln und Ecken ist auch mit viel Aufwand nicht komplett zu reinigen. „Die Kosten für eine angemessene Reinigung einer Erntemaschine übersteigen die bisherigen Erntekosten um das Zehnfache“, erklärt Mute Schimpf, Autorin der Studie. Müsste ein Gen-Bauer diese Kosten zahlen, wäre der Anbau für ihn wirtschaftlich uninteressant.

Monsanto:

– 

 

Dieser Beitrag wurde unter Gentechnik, Landwirtschaft veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s