Selbsternte

Die viel schönere Alternative zum bloßen Einkaufen von Gemüse, ist das eigene Anbauen und Ernten. Auch wenn es Biogemüse ist, oder der Einkauf auf einem Bauernmarkt getätigt wird, in den eigenen Garten gehen zu können und sich an der Fülle welche die Natur hervorgebracht hat zu bedienen, ist durch nichts zu überbieten. Da erhält „gartenfrisch“ seine ursprüngliche Bedeutung zurück!
Aber mit den veränderten heutigen Wohnverhältnissen, aber auch mit dem lange anhaltenden Trend in der Gartengestaltung, reine Ziergärten anzulegen, ist die Möglichkeit selbst frisches Gemüse ernten zu können, drastisch zurückgegangen.
Für die Anlage und Gestaltung des eigenen Gartens zeichnet wohl jeder selbst verantwortlich (und ein paar Gemüsebeete sind leicht angelegt), doch für die nicht begünstigten Wohnungsbesitzer gibt es eine neue, hervorragende Alternative:

-> Selbsternteparzellen 

Das Konzept ist einfach (und darum auch so gut) – ein am Stadtrand gelegener Acker wird anstatt mit der üblichen landwirtschaftlichen Monokultur, in langen Reihen mit einer Fülle an unterschiedlichen Gemüsen bepflanzt. Dabei übernimmt der Bauer nur mehr die zugrunde liegende Bodenbearbeitung und den erstmaligen Anbau.
Die Jungpflanzen stammen, passend zum naturnahen Gesamtkonzept, natürlich aus kontrolliertem Bioanbau. Die Streifen werden darauf in unterschiedlich große Parzellen unterteilt (je nach Bedarf zwischen 40 und 80 qm) und diese Parzellen werden von Hobbygärtnern eigenverantwortlich gepflegt, betreut und das Gemüse wenn es reif ist, natürlich geerntet. Die biologische Arbeitsweise ist übrigens nicht nur für den Bauern verpflichtend, sondern natürlich dann auch für die, die Parzellen übernehmenden Hobbygärtner.
Die Preise für die Parzellen beginnen bei € 100,- für eine ganze Gemüsesaison.
Neben der einmaligen Qualität des Gemüses, ist es für viele Menschen einfach wieder interessant geworden zu sehen, wie es heranwächst, sich daran zu erfreuen wie es gedeiht (oder sich auch einmal den Kopf darüber zu zerbrechen warum der Erfolg ausgeblieben ist), direkt zu erfahren wann welches Gemüse Saison hat und vor allem für Kinder sind es grundlegende Erfahrungen mitzuerleben, daß Gemüse nicht nur im Supermarkt zu haben ist, sondern selbst zu erleben wo Gemüse wächst, bei der Gartenarbeit mitmachen zu können, zu erkennen wann es reif ist (vielleicht auch einmal noch unreifes zu kosten, um den Unterschied zu schmecken), selbst ernten zu dürfen, zu pflücken, auszugraben oder einfach nur aufzusammeln, jedenfalls sich einen direkten, unverfälschten Umgang mit Nahrungsmitteln aneignen zu können.
Kein Wunder, daß sich diese Idee immer mehr ausbreitet.

Dieser Beitrag wurde unter bio, Garten, Lebensmittel veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Selbsternte

  1. kilian schreibt:

    hi, das klingt sehr cool! aber man muss halt immer erst zu der parzelle hinfahren…
    ich möchte unbedingt in zukunft auch eigenanbau betreiben… ist nur die frage, ob sich das lohnt, wenn ich doch dauernd umziehe…
    hab bisher „nur“ stevia aufm fensterbrett…

  2. Gernot H. schreibt:

    …das läßt sich ausbauen 😉
    und zum Supermarkt mußt du auch erst hinfahren!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s