Gedanken zum Tag – Nachtrag zum diesjährigen Friedensnobelpreis

Mit dem in Oslo vergebene Friedensnobelpreis hat das norwegische Komitee schon in den vergangenen Jahren Zeichen gesetzt. So auch heuer. Mit Mohammed Yunus hatten wohl die wenigsten gerechnet.
So sehr uns die Auszeichnung für seine Person und die mit seiner Grameen Bank erfolgte Arbeit freut (siehe auch den Almende-Bericht -> „Anders helfen„), macht uns diese Entscheidung doch nicht so richtig glücklich und zwar aus zwei Gründen:
  1. der Friedensnobelpreis sollte eigentlich für
    -> „[…] der oder die am meisten oder besten für die Verbrüderung der Völker gewirkt hat und für die Abschaffung oder Verminderung der stehenden Heere sowie für die Bildung und Austragung von Friedenskongressen.“ <-
    vergeben werden, auch wenn zur Zeit der vom amerikanischen Präsidenten George Bush ausgerufene Kampf gegen den Terrorismus alle gegenläufige Bestrebungen, wie Abrüstung, Abschaffung von Heeren und Vernichtung von Waffen, überdeckt.
  2.  

  3. es gibt bereits einen Nobelpreis, der Mohammed Yunus viel eher gebühren würde, nämlich der von der Schwedischen Reichsbank verliehene Wirtschaftsnobelpreis, in Mohammed Yunus Fall handelt es sich um „angewandte“ Wirtschaftswissenschaft.
So bleibt nur zu hoffen, daß auch die schwedischen Komitees ihre überholte Rückwärtsgewandtheit überwinden und mit ihren Preiszuerkennungen neue Wege beschreiten, die helfen heutige Probleme zu bewältigen. Denn nur zur akademischen Selbstbeweihräucherung ist die ursprüngliche Idee Alfred Nobels Menschen mit Preisen auszuzeichnen

-> „[…] die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“. <- 

eigentlich viel zu schade!

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