Ein neues Match

In Nordamerika gewinnt eine Bewegung immer mehr Zulauf, deren wichtigste Bestrebung es ist, Lebensmittel aus dem jeweiligen Umfeld zu verwenden. Unter dem Begriff „eat local“ versuchen Menschen ihren Lebensmittelbedarf innerhalb eines Umkreises von 100 Meilen zu decken. Ergänzt um die weitere Vorgabe „saisonal“ vorhandene Lebensmittel zu kaufen, führt diese Bewegung wieder zurück zu einem nachhaltigeren, bewußteren Umgang mit dem was wir essen. Hinzufügen muß man, daß die Dimensionen an Industrialisierung, die der nordamerikanische Lebensmittelbereich erreicht hat, nur schwer mit mitteleuropäischen Verhältnissen zu vergleichen ist.
Leider versuchen sich Verfechter der „eat local“-Szene gerne an der sich erst etablierten Bio-Bewegung zu messen. Anstatt sich gegen konventionelle landwirtschaftliche Methoden zu wenden, wird lang und breit argumentiert warum „local“ besser als „organic“ (=bio) sei. 

Ähnliche Auseinandersetzungen bahnen sich nun eventuell auch in Österreich an:

Während Zielpunkt verstärkt auf biologisch hergestellte Lebensmittel setzt, seine Eigenmarke BioBio kräftig ausbaut und diesen Umstand auch kräftig bewirbt, versucht sich Spar offensichtlich mehr mit der Regionalität seiner Produkte in Szene zu setzen und wirbt nun offensiv mit deren lokaler Herkunft.

Auch wenn wir persönlich der biologischen Produktionsweise den höheren Stellenwert beimessen, so sind doch die Aspekte Saisonalität und Regionalität neben einem fairen Preis wesentliche Kernpunkte einer notwendigen Veränderung der Art und Weise wie heute Lebensmittel hergestellt, gehandelt und konsumiert werden.

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