Neue Entwicklungen im Bereich Jagd

Die Aufdeckung von Missständen ein Problem der öffentlichen Sicherheit?

Wenn bedenkliche Vorgänge an die Öffentlichkeit kommen gibt es zwei Möglichkeiten damit umzugehen:

  1. man setzt sich kritisch damit auseinander, oder
  2. man versucht es zu unterdrücken.
So zeigt das Beispiel der umstrittenen Robbenjagd in Kanada, dass die grausamen Fakten lieber verschleiert werden:

„The sealers are protected by the Seal Protection Regulations that make it a Federal offense to witness or document a seal pup being killed. In Canada if you see a sealer club a seal pup and you don’t have a permit to witness the slaughter you can be arrested, jailed and fined up to $100,000 or sent to jail for a year.“

(siehe -> „Sea Shepherd News“ oder „Seal Hunt Management Measures„).

Mit einiger Verspätung beginnt sich auch in Österreich eine kleine Tierrechtsszene zu entwickeln, die sich nicht mehr im Wegschauen üben will und mit Jagdstörungen von sogenannten „Gesellschaftsjagden“ das zweifelhafte Treiben der Jäger zur Diskussion stellt.
Leider ergreifen aber auch in Österreich die staatlichen Stellen Partei und beteiligen sich damit an der Verschleierung der Tatsachen, anstatt sich aus der Diskussion herauszuhalten. So geschehen ist es nun im Burgenland.
Wenn der Leiter der Sicherheitsdirektion (der sich eigentlich der Bekämpfung der Kriminalität widmet), dem burgenländischen Jagdverband Tips gibt, wie Jäger gegen Tierschützer vorgehen können und wenn weiters das Eingreifen der Polizei wie in Paragraph § 183 des Landesjagdgesetzes vorgeschrieben „vorbeugend“ festgeschrieben wird, stellt sich die Frage warum grundlegende Bürgerrechte so leichtfertig übergangen werden? (Siehe auch -> Bericht). Ist das Recht Tiere zum Spaß zu töten so viel höher einzustufen, als das Recht seine Meinung zu äußern, oder sich zu versammeln?

Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte – Artikel 12:
„Die Gewährleistung der Menschen- und Bürgerrechte erfordert eine öffentliche Gewalt; diese Gewalt ist also zum Vorteil aller eingesetzt und nicht zum besonderen Nutzen derer, denen sie anvertraut ist.“

Beide Parteien dieses Konfliktes haben Rechte aber auch Verpflichtungen und sich nicht von einer Seite vereinnamen zu lassen wäre auch im Sinne der Polizei. Doch es stellt sich wieder einmal die Frage: Sind da einmal mehr manche Personen gleicher als andere?

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