Nicht immer, nicht überall

Müssen alle Artikel zu jeder Zeit an jedem Ort zu haben sein? 

Heute ist es selbstverständlich geworden alle Produkte immer verfügbar zu haben. Für gefertigte Güter ist das nicht so außergewöhnlich, doch haben wir dabei wohl vergessen, dass dies für landwirtschaftliche Produkte, für Lebensmittel nicht gilt, da Anbau- oder Wachstumsperioden nicht beliebig veränder- oder erweiterbar sind, da Wetterbedingungen höchstens gedämpft und nicht gesteuert werden können, da Ernteerträge nicht beliebig beeinflussbar sind.

Auf diese, eigentlich grundlegenden Fakten, nehmen ja auch Bestrebungen die auf regionales und vor allem saisonales Einkaufsverhalten setzen bezug (z.B. -> eat local challenge).
Erdbeeren im Winter, Äpfel im Frühling, Spargel im Herbst müssen nicht sein, da dieses angebotenen Obst oder Gemüse entweder sehr aufwendig produziert wird (z.B. beheizte Glashäuser), oder von sehr weit her transportiert werden muss.

Einen anderen Weg geht die Bio-Supermarkt-Kette Basic, indem sie offen verkündet, dass ein Produkt eben „zur Zeit nicht lieferbar ist“. Begründet wird es auch – „Bio-Rohstoffe sind knapp, Ernteausfälle, saisonale Faktoren, zu hohe Nachfrage“.
Mir ist ein offenes, ehrliches Kommunizieren der Tatsache, dass eben nicht immer alles verfügbar ist lieber, als die auf keine Kosten oder Produktionsbedingungen Rücksicht nehmende jederzeitige Bereitstellung von Lebensmitteln.

Und gute, saisonale, in der Region gewachsene Biolebensmittel schmecken einfach auch frischer und damit besser.

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