Blogkarneval

 

Original Blogkarneval-Artikel auf Karma Konsum

Der Beitrag dreht sich vordergründig um Fairtrade, für Almende ist er aber auch ein erster Versuch der Vernetzung mit anderen Blogs, die sich, wie Almende, mit den Herausforderungen und möglichen Lösungsansätzen unserer Zeit beschäftigen.

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Fairtrade, also gerechter Handel, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Das ist es aber nicht. Im heutigen Freetrade stehen gigantische, mächtige Multinationale Konzerne einfachen, abhängigen Produzenten gegenüber (und das können auch ganze Staaten sein), die kaum eine Wahl haben, als die Geschäftspraktiken der Konzerne hinnehmen zu müssen. Maximierung des Profits da, bedeutet Minimierung des Einkommens dort. Verarmung, Landlfucht, Not und Elend bis zu Hunger sind die unausbleiblichen Konsequenzen. Der Wohlstand verteilt sich nur statistisch auf alle.

Wie es meinem Nachbarn geht könnte mir egal sein, doch finde ich es angenehmer, wenn der Nachbar auch ein zufriedenes Leben führen kann, auch wenn dieser Nachbar tausende von Kilometern entfernt lebt. Und so ganz selbstlos ist diese Überlegung nicht. Kriege, Unruhen, Flüchtlinge und Vertriebene sind Folgen eines ungerechten Systems, das auch die Oasen der westlichen Konsumgesellschaft zunehmend berührt.

Wegschauen ist eine Alternative. Doch zwingt die zu immer höheren Aufwendungen um das, was man nicht sehen und wissen will auch draußen zu halten, draußen vor der eigenen Tür und draußen vor dem eigenen Land.

Hinschauen und etwas zu ändern ist die andere Alternative und wie mir scheint, die deutlich bessere. Freiwillig etwas von unserem Wohlstand abzugeben, zum Beispiel in der Form eines gerechten, weil fairen Preises, ermöglicht den Produzenten in den Ländern des Südens ein menschenwürdiges Leben, ohne uns selbst in Armut zu stürzen.

Manchmal schlucke ich auch, wenn ich die Preise von fair gehandelten Produkten mit konventionellen vergleiche und mir denke, das könnte ich auch billiger haben. Und doch nehme ich Produkte aus den eza-Aufstelleren, die zum Beispiel in allen Spar Märkten zu finden sind. Denn nur wenn wir begreifen, dass mit einer gerechteren Welt auch eine Befreiung für uns alle verbunden ist, eine Befreiung von der Angst des nicht überleben könnens, eine Befreiung vom mörderischen Gegeneinander, hin zum teilenden Miteinander, hin zu einer gemeinschaftlichen, friedlichen Welt, denn wir haben nur diese eine Erde. Wirklich verlieren würden nur die Mächtigen und Gierigen, die, die nicht genug kriegen können – auf unser aller Kosten.

Darum gibt es nur eine sinnvolle Antwort

Fairtrade. What else? 

 

Wer darüber lesen will, was es für die Menschen in den betroffenen Ländern wirklich bedeutet endlich faire Preise für ihre Produkte zu erhalten, dem seien die Impact Stories empfohlen. 

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Eine Antwort zu Blogkarneval

  1. Hans-Jürgen Langenbahn schreibt:

    Hier einige Gedanken, die ich mir zum „FairTrade- Blogkarneval“ gemacht habe: http://kaffee-blog.maskal.de/lohas/karmakonsument-christoph-harrach-in-trans-selbst-fair-suchung-mit-nachhaltiger-wirkung

    Hans

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