Hinterlassenschaften

Einst wohnte ich am Land, im Zweifamilienhaus mit kleinem Garten, da hatte ich auch einen Hund, einen großen. Der fraß viel und der sch… viel.

Was soll ich sagen, es gab Lustigeres, als den kleinen Garten von den großen Haufen zu säubern – aber es musste ja sein.

kackeIn der Stadt sehe ich, dass viele Hundebesitzer den fehlenden eigenen Garten durch öffentliche Grünflächen ersetzen und diese zu Hundetoiletten umfunktionieren. Aber auch mitten am Gehsteig finden sich immer wieder Hundehaufen. 

Ja, ja, ich weiss schon, Hundescheiße wegzuräumen ist nicht sonderlich appetitlich, aber sie liegenzulassen ist eine Zumutung für alle Anderen. 

Aber vielleicht hält ja der Gedanke tagtäglich in die Scheiße greifen zu müssen, auch wenn man/frau durch eine Plastikfolie geschützt ist, ja den/die Eine(n) oder den/die Andere(n) davon ab, sich in der Stadt einen Hund zuzulegen. Was sicher keine schlechte Entscheidung wäre.

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4 Antworten zu Hinterlassenschaften

  1. kunstseidenes schreibt:

    Wir wohnen auf dem platten Land und pflücken die Scheiße trotzdem vom Boden, sobald jemand Gefahr laufen könnte reinzutreten. Ich halte das nicht für ein städtisches Phänomen…

  2. Noah schreibt:

    Meine Zustimmung – es gibt zu viele Hunde in den Städten. Aber nicht nur dort.

    Seit 4 Jahrzehnten lebe ich nun schon mit Hunden zusammen, und habe wirklich ein Faible für diese Tiere. Meiner ethischen Überzeugung gemäß, die Tieren prinzipiell gleiche Freiheitsrechte zugesteht wie Menschen, dürfte ich jedoch auch keine Hunde halten. Der Grund, warum ich es trotzdem tue, ist, dass in den Tierheimen unzählige Hunde einsitzen, und ich auf diese Weise zumindest zweien von ihnen (sind beide aus dem Tierheim) ein besseres Leben ermöglichen kann. Besser wäre, die menschgewollte Haustiervermehrung zu stoppen, aber das ist natürlich illusorisch.

    Übrigens verwenden wir für die Beseitigung der Tretminen Tüten auf Stärkebasis. Die sind zwar teurer, aber verrotten zu 100%. Meist aber machen die Hunde in unseren Garten…

  3. Andrej schreibt:

    Is schon so ne Sache mit den „Tretminen“. Ich hab mal so nen netten Hundehalter – ganz freundlich, wie das so meine Art is – darauf hingewiesen, dass er seinen Dobermann grad auf einer Spielwiese neben einem Kinderspielplatz abkacken lässt. Er war auch sehr freundlich! Jedenfalls hat er heftig gegrinst, als er sein Vieh von der Leine gelassen hat. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich den Hund soweit durchgeprügelt hatte, bis er meine Wade wieder losgelassen hat. Er hat immer noch gelacht und freundlich gewunken, als er von dannen zog.
    Meine rechte Arschbacke musste mit etlichen Stichen wieder angenäht werden und meine lädierte Wade ebenfalls. Insofern hab ich heute eher ein etwas zwiespältiges Verhältnis – zu Hunden (eigentlich mag ich die sehr) und Hundehaltern (nich jeder is so „freundlich“ wie der, dem zu begegnen ich das unwahrscheinliche Glück hatte).
    Es war wohl auch kein hiesiger Hundehalter, denn die Polizei konnte oder wollte ihn nicht finden und gesehen hab ich ihn auch nicht mehr. Zum Glück!

  4. almende schreibt:

    Hallo Kunstseidenes,

    ich gebe dir Recht, es ist kein rein städtisches Phänomen, aber in der unterschiedlichen Dichte von Hundehaltern, Grün- oder Freiflächenverteilung und Wegebenutzung sehe ich mich hier in der Stadt weit häufiger mit Tretminen konfrontiert.
    übrigens finde ich es toll, was ihr tut!

    Hallo Noah,

    an die Freiheitsrechte habe ich auch gedacht und darum war es mir wichtig, dass ich meinen Hund gefahrlos auch frei laufen lassen konnte. Aber im Spannungsfeld von Leuten, die ihre Hunde immer frei laufen lassen und denen, die sich prinzipiell vor Hunden fürchten (selbst angeleinten), ist es zunehmend schwieriger geworden Freiräume zu finden.

    Hallo Andrej,

    ich bin etwas schockiert, so eine heftige Geschichte kannte ich bisher nicht. Wenn du da keine totale Abneigung entwickelt hast, ist das bewundernswert.

    Euch allen liebe Grüße!

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