Feigheit vor dem Volk

Die Machthabenden und das Volk – die Kluft wird immer breiter. Demokratie, demos und kratia, das Volk und die Herrschaft, dieser Traum rückt täglich weiter in die Ferne.

In der Wirtschaft hat dieses aberwitzige Prinzip ja noch nie Einzug gehalten und die aktuellen Bonifikationsregelungen der Finanzmanager zeigen nur zu deutlich was sie davon halten.
Aber auch die Politik entfernt sich immer deutlicher vom Volk und setzt vermehrt auf ihre eigene Schlägertruppe, um sich das Volk vom Leib zu halten – Menschenansammlungen mit eigener Meinung dürfen nicht mehr sein, die Furcht der Politiker geht um – Genua, Heiligendamm und nun Kopenhagen. Gesetze werden geändert, Freiräume eingeschränkt – der stumpf vor sich hin konsumierende Mensch scheint das oberste Ideal geworden zu sein.
Bürgerbeteiligung?
Die deutschen Politiker fürchten sich so sehr, dass es das Instrument der Volksabstimmung nicht einmal gibt, in Österreich verweigern sich nicht einmal mehr die Grünen parlamentarischen Beschlüssen, die eigentlich dem Volk vorgelegt hätten werden müssen und Demokratie auf EU-Ebene hat es bisher noch nicht gegeben.
Unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung werden Vorratsdatenspeicherung, Videoüberwachung, vorbeugende Verhaftungen, Versammlungsverbote, Meinungseinschränkungen usw. beschlossen und der einfache Staatsbürger fällt unter einen Generalverdacht.

In Zukunft wird man die eigene Unschuld nachweisen müssen um nicht mit diversen Konsequenzen konfrontiert sein zu müssen – ein kleines Vorabbeispiel ist die aktuelle Verfolgung der österreichischen Tierschutzszene – jahrelange Bespitzelung, monatelange Untersuchungshaft, eine wild gewordene Staatsanwaltschaft, Beschuldigungen, Behauptungen, Verleumdungen – nur keine Beweise.

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3 Antworten zu Feigheit vor dem Volk

  1. andrejo schreibt:

    Sehr treffend beobachtet, lieber Gernot. Das Volk ist ein (noch) notwendiges Übel, dass alle paar Jahre dazu aufgerufen ist, den schamlosesten Lügner an die MAcht zu „wählen“, wobei Wahl wohl ncht das richtige Wort sein dürfte. Denn um zu wählen sollte men eigentlich eine Wahl haben.
    Und ansonsten ist das Volk eigentlich nur eine unbedeutende Randerscheinung der Politik, dessen einzige Aufgabe es ist, der selbstlosen Regierung (die alles, aber auch wirklich alles tut, um Schaden vom deutschen Volk abzuwenden) das Leben schwer zu machen. Und da das Volk und damit wir alle, einfach zu dumm sind um zu verstehen, welch großartige, welch tolle Arbeit im Parlament und in den Ausschüssen geleistet wird, kommt es hin und wieder zu einem Regierungswechsel. Was da wirklich gewechselt wird, entzieht sich meinem Verständnis, denn die Gesichter bleiben immer die Gleichen.
    Demokratie! Hat es das überhaupt schon mal bei uns gegeben? Ich meine im Wortsinne? Demokratie gilt nur da, wo nichts passieren kann. Warum sonst wird sie nicht mal in den demokratischen Parteien selbst praktiziert? Sie wählen zwar ab und zu ihre Führung neu, aber nur, wenn sie vorher „nominiert“ wurden (was heisst, dass die nominierten dann brav gewählt werden müssen. Es geht nur noch darum, mit wieviel Prozent).
    Wagt es dennoch ein Gegenkandidat, sich aufstellen zu lassen, nennt man das eine Kampfabstimmung und die hat man nicht so gerne, weil sie nach Außen kein Bild der Geschlossenheit abgeben. Wenn Honnecker von seinen SED-Genossen mit 97% „gewählt“ wurde, kreischte man sofort höhnisch Diktatur. Wenn Angela Merkel oder Sigmar Gabriel mit 85% oder so ähnlich auf den Cheföposten gehievt werden, ist das Demokratie? Warum eigentlich!

    Wir müssen wachsam sein und wir müssen für unsere Freiheit jeden Tag auf´s Neue aufstehen und kämpfen!

    Entschuldige bitte, dass ich mich so ereifert habe, aber es musste einfach raus.

    Liebe Grüße von andrejo

  2. almende schreibt:

    Hallo Andrej!

    Brauchst dich nicht zu entschuldigen, wenn du deine Meinung äußerst – bist immer willkommen.
    Und das mit der Demokratie ist so eine Sache – die Leute müssen schon auch eine solche wollen und da bin ich mir gegenwärtig nicht mehr so sicher, ob das noch der Fall ist.

    Wünsch dir schöne Feiertage!

  3. andrejo schreibt:

    Danke für Dein Verständnis, Gernot 😉

    Auch ich wünsche Dir schöne und besinnliche Feiertage, sowie einen Guten und erfolgreichen Rutsch ins Neue Jahr 2010!

    Andrej

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