Bio bei knappem Budget – Teil 2

So, heute soll die ganze Geschichte konkret werden (siehe-> Teil 1), mit Tips und Überlegungen wie man günstig zu Bio-Lebensmitteln kommen kann.

Noch einmal möchte ich betonen, dass es hier nur darum geht einem guten Wert einen vernünftigen Preis gegenüberzustellen. Ein Masthuhn um drei Euro hat zwar einen sehr geringen Preis, aber auch einen ebenso geringen Wert, da kann ich mich auch schon vorsorglich mit Chemotherapie und Bestrahlungen auseinandersetzen. Interessanterweise steigen auch bei Haustieren diverse Krebserkrankungen stark an, seit primär das allgegenwärtige Dosen- oder sonstiges industriell vorgefertigtes Trockenfutter verfüttert wird.
Aber zurück zu gesunden Bio-Lebensmitteln.

  • Am Anfang steht der Tip sich zu überlegen was man denn so alles einkauft, bzw. einmal genau darauf zu achten was wieviel kostet. Das schafft ganz einfach ein Bewusstsein für den Preis diverser Nahrungsmittel und ohne dem reden wir hier nur von vagen Gefühlen wie „das kann ich mir nicht leisten“ oder „die sind mir zu teuer“ und die helfen uns nicht weiter.
  • Der zweite Tip ist auch noch allgemein einsetzbar – nur so viel zu kaufen, wie man wirklich braucht. Kein Nahrungsmittel ist teurer als jenes, das man kauft aber weil es dann zu lange gelagert wird, verdorben ist und weggeworfen werden muss. Einkaufslisten, an die man sich auch hält, können enorm sparen helfen.
  • Drittens, das Naheliegendste – Preisvergleiche anstellen. Auch Bio-Lebensmittel haben keinen Einheitspreis und unterschiedliche Anbieter kalkulieren unterschiedlich.
    So ist Bio bei Diskontern durchaus zu empfehlen, denn gerade für den Handel ist Bio ein einträgliches Geschäft und hat wenig mit besonderer sozialer oder ökologischer Verantwortung zu tun. Ein aktueller Bericht zeigt die Bedeutung dieser Vermarktungsschiene in Österreich auf (fast 36 %) und verweist darauf, dass ein Großteil des Bio-Wachstums des vergangenen Jahres auf die Umstellung der „Zurück zum Ursprung“-Eigenmarke von Hofer von konventionell auf bio zurückzuführen ist.
  • Viertens, frische, unverarbeitete Produkte zu kaufen ist deutlich billiger als alles was irgendwie be- oder verarbeitet worden ist. Das frische Bio-Salathäupl, das ich noch selbst waschen und zerpflücken muss kostet nur einen Bruchteil des im Plastiksackerl essfertig aufbereiteten Salates.
  • Fünftens, selbst wenn man herausgefunden hat wo Bio-Lebensmittel preiswert zu erhalten sind, ist es immer wieder hilfreich saisonal zu kaufen (das kann gar nicht genug betont werden), oder Preisaktionen auszunutzen und dann entweder mehr davon einzukaufen, wenn diese Lebensmittel gut gelagert werden können, oder Produkte sich eben dann gezielt „zu leisten“. Alles immer haben zu wollen kann erstaunlich teuer sein und die Vorfreude auf etwas oder aber den Wandel der Jahreszeiten auch am Lebensmittelangebot mitzuverfolgen hat auch seine schönen Seiten.
  • Sechstens, und da schalten wir jetzt den Handel aus. Selbst z.B. Gemüse, Kräuter (oder Obst) anzubauen geht in kleinen Töpfen am Fensterbrett, geht im eigenen kleinen Garten oder geht dadurch, dass man sich eine Feldparzelle mietet (siehe Almende-Beitrag -> Selbsternte). Vor allem im eigenen Garten hat man es selbst in der Hand ob Pestizide zum Einsatz kommen oder nicht und wer darauf verzichtet produziert biologische Nahrungsmittel!
    Auch direkt von einem Bio-Bauern Lebensmittel zu beziehen kann günstiger sein als Bio-Ware aus dem Supermarkt und hilft einem lokalen Produzenten. Und noch einmal komme ich auf das selber Ernten zurück – abgesehen von der eigenen Ackerparzelle, gibt es auch Erdbeerfelder oder andere Beerenplantagen, die von einem Biobauern betrieben zur eigenständigen Ernte einladen und dadurch deutlich weniger kosten.
    Auch die freie Natur bietet einiges an Lebensmitteln an, die nur gepflückt, gesammelt oder geschnitten werden müssen. Bärlauch im Frühling, Pilze im Herbst, dazwischen Beeren, Dirndln, usw. Nur gierig sollte man dabei nicht werden – andere wollen auch den einen oder anderen Pilz verspeisen.
  • Nun ja, der Tip der nun folgt bezieht sich wieder mehr auf das allgemeine Kaufverhalten – weniger Fleisch zu konsumieren spürt man auch im Geldbeutel, aber auch unserer Gesundheit ist das sehr zuträglich. Und wenn man weniger Fleisch konsumiert, kann man sich dann auch gutes Bio-Fleisch leisten.
  • Mittlerweile gibt es sie ja auch schon in Bio-Qualität, aber da gehen die Meinungen auseinander, ob das noch sinnhaft ist oder nicht, denn gerade so Überflüssiges wie Snacks oder Süßigkeiten kosten erstaunlich viel, tragen zur gesunden Ernährung aber schon gar nichts bei und können relativ leicht weggelassen oder ersetzt werden.

So, das wären einmal einige Tips die auch bei schmaler Geldbörse Bio-Lebensmittel erlauben Solltet ihr noch weitere Tips haben, schreibt einen Kommentar und teilt sie uns allen mit. Da sage ich gleich im Voraus mal danke.

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