Dies und das

Heute gibt es mal ein paar alltägliche Dinge die mir so untergekommen sind:

Erstens wollte ich früher spontan mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Au fahren – na ja, drei Minuten haben gefehlt und der nächste Zug ging dann erst in zwei Stunden – also doch Plan B. Drei Minuten fehlen beim eigenen Auto nie, dafür hätte ich nicht von A nach B gehen können, sondern hätte einen Rundweg einplanen müssen. Man kann eben nicht alles haben.

Dann ist mir eine tolle Initiative von Spar aufgefallen, um weiter beim Verkehr zu bleiben. Die bisher vorherrschende Ignoranz gegenüber Menschen, die mit dem Rad einkaufen, scheint ein Ende gefunden zu haben, denn Spar Wien hat vor einigen (112) Märkten ganz gezielt Fahrradbügel errichtet -> Einkaufen mit dem Rad.

Laut einer deutschen Studie kommen Zitat „…17 % der Haushalte für 80 % des Umsatzes mit ökologischen Produkten [auf]…“. Da darf ich mich wohl dazuzählen, doch bei den Beweggründen kann ich nicht mithalten – „Verbraucher kaufen Öko-Produkte, weil sie ihnen besser schmecken, weniger Rückstände enthalten und als gesünder angesehen werden.“ Na gut, für mich ist das Um und Auf die andere Produktionsweise.

Und dann war da wieder so ein Blogeintrag auf „green LA girl“ -> Beitrag, der mich einerseits begeistert, ob der Dinge die da angesprochen werden, mich andererseits auch ein wenig frustriert, weil mein alltägliches Umfeld so völlig von dieser neuen Denkweise unberührt scheint. Da kommt einem schon gelegentlich die Motivation abhanden.

Na ja, von wegen Motivation und so – ein Artikel in der Maiausgabe von „Schrot & Korn“ mit den beiden Karma Konsum-Bloggern Christoph Harrach und Noel Klein berührt ein wichtiges Thema, das dann auch gleich den prinzipiellen Unterschied zwischen deren und meiner Einstellung auf den Punkt bringt. Auf die Frage „Müssen wir für ein nachhaltiges Leben nicht auf vieles verzichten?“ antwortet Noel „Ich finde, das Wort Verzicht passt überhaupt nicht. Verzicht ist komplett negativ besetzt…“
Es steht noch mehr da, ich weiß, aber ohne Verzicht wird es meiner Meinung nicht gehen – da stellt sich eher die Frage, suchen wir uns (so lange es noch geht) aus, worauf wir verzichten wollen, oder warten wir, bis es die Umstände erzwingen, dass wir verzichten?
Ich verzichte auf ein Auto und schreibe deshalb hier in meinem Blog anstatt in der Au zu sein. Wir werden nicht alles haben können – da fällt mir noch eine Werbeaussage einer Parfümeriekette ein „Ich kann alles haben, aber ich will mehr!“. Deutlicher kann man Gier nicht beschreiben – nur ob die uns weiterhilft?

Und damit wünsche ich euch noch einen schönen Pfingstmontag – ich nehm jetzt mein Rad und dreh noch eine Runde.

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