Rad – public beta 1.0

Was sich hinter dem komischen Titel verbirgt ist leicht erklärt – mein Rad ist beim Service, neue Bremsen und heuer auch neue Mäntel für die Reifen – und deswegen war ich heute rad- aber nicht ratlos, weil radfahren wollte ich aufgrund des schönen Wetters trotzdem. Und von der Uni nach Hause bedeutet einmal vergnüglich quer durch die ganze Stadt.

Außerdem wollte ich es schon einige Male ausprobieren, bin aber bisher immer zurückgeschreckt. Doch heute war es so weit – das Citybike, also das öffentliche Radverleihsystem der Stadt Wien wurde erstmalig von mir getestet.

Doch dazu musste ich mich erst am Verleihterminal registrieren – ein Fehler da, ein zweiter Versuch dort, dann ein Rad ohne Gangschaltung erwischt, aber letztendlich hieß es dann doch „gehen sie zur Bikebox 3 und ziehen sie das Rad aus der Box. Gute Fahrt!“ Danke! 😉 Meine Tasche kam vorne in den Lenkerkorb und los konnte es gehen.

Vergleiche mit meinem Mountainbike sind hier unzulässig, auch wenn für mich die ersten Meter eine ganz schöne Umstellung zum normalen Radkomfort bedeuteten. Bei dem schönen Wetter und wenn man dann auch noch den ganzen Tag gesessen ist, tut es einfach gut sich zu bewegen. Außerdem erlebt man die Stadt vom Rad aus ganz anders.

Die erste Stunde ist gratis, die zweite kostet dann einen Euro. Mittlerweile gibt es 60 Stationen und die decken vor allem einmal den Bereich innerhalb des Gürtels ab. Das System wird aber laufend in die Außenbezirke erweitert.
Die Registrierung kostet übrigens auch einen Euro – trotzdem halten sich die Kosten in Grenzen. Und es gibt zwei Fahrradtypen – eine klassische ohne und eine neuere mit einer 3-Gang-Schaltung.

Ich war mit Stops etwa eine Stunde unterwegs und dann auch wieder ganz froh das Leihrad in die Box schieben zu können. Als Alternative für spontane, vielleicht doch eher kürzere Radtouren in der Stadt ist das System jedenfalls zu empfehlen.

Auf dem Radweg ist mir noch was aufgefallen – zwei unmotivierte große Baumscheibenaussparungen (bei einer Baumreihe von zwanzig Bäumen), die den Radweg deutlich verengt haben, werden nun „rückgebaut“ und damit werden die gefährlichen Bereiche endlich entschärft. Dass es für die Umbauarbeiten gleich einer Gegenverkehrsregelung mit entsprechenden Verkehrstafeln bedarf finde ich zwar übertrieben, aber vielleicht sollte ich froh sein, dass es keine Ampelregelung gibt.

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