Ja, leider, ich muß es gestehen, auch ich trage meinen Teil dazu bei und meist viel zu sorglos, so unbedarft, nichts Böses beabsichtigend und doch wie alle anderen, weil es so einfach, so bequem ist. Ich schreibe hier vom Plastikmüll.
Mehrwegflaschen verschwinden immer mehr und Plastikflaschen gibt es für Alles und Jedes und werden benutzt, genutzt und dann einfach weggeworfen.
Zwar gibt es in Wien unzählige Müllbehälter eigens für Plastikflaschen (siehe Foto) in denen sie getrennt vom restlichen Müll gesammelt und zum teilweisen Recycling gebracht werden, doch mein gerade zurückliegender Aufenthalt am Meer hat mir eine Tatsache wieder ins Bewusstsein gerückt, die ich ohnehin schon kannte – aber es selbst sehen ist was anderes als es nur zu hören.
Plastikmüll findet sich an jedem Strand, schwimmt auf den Wasser, wird angespült, sammelt sich in ruhigeren Bereichen von Buchten und Häfen und vielfach sind es einfache Trinkflaschen, die da auf den Wellen schaukeln. 44%(!!!) der Meeresverschmutzung ist Müll der an Land weggeworfen, aber dann ins Meer gespült worden ist. Bei Küstensäuberungsaktionen sind die Top-Verschmutzungen Plastikgegenstände, nur von Zigarettenstummeln werden sie übertroffen.
Dazu ein aktueller Bericht über den Verschmutzungsgrad der Nordsee vor Belgien, und ein Video -> „Seas of Plastic“ das ein paar beeindruckende Daten die den Plastikmüllwirbel im Pazifik betreffen, zeigt.
Ich war an der Adria und da sieht die Situation nicht anders aus, wie sie wohl auch für den Atlantik oder den Indischen Ozean zutreffen wird. Ich bin Teil dieses Wegwerfsystems und es bereitet mir Sorgen – blicke ich in meinen Mülleimer, sehe ich vor allem Plastik. Es ist so allgegenwärtig, scheinbar so unvermeidlich und doch sind Menschen Jahrtausende ohne dieses Zeugs ausgekommen – es muss sich was ändern, das ist klar, aber vor allem muss ich mich ändern, in meinen Einkaufsgewohnheiten, in meiner Bequemlichkeit, in meinem Alltagsleben.
Es gibt viel zu tun – fangen wir an!